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Karlsruhe – Tatverdächtige nach sogenanntem „Rip-Deal“ ermittelt

Datum: 08.12.2020

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

(KA) Karlsruhe – Tatverdächtige nach sogenanntem „Rip-Deal“ ermittelt

Anfang Oktober 2020 kam es in der Karlsruher Südweststadt zu einem Betrugsdelikt in Form eines sogenannten „Rip-Deals“. Zwei 40 und 34 Jahre alte männliche Tatverdächtige, die von einem 13-jährigen Kind begleitet wurden, sollen den Geschädigten bewusst wahrheitswidrig vorgespiegelt haben, eine Immobilie erwerben und dort ein Seniorenheim einrichten zu wollen. Ferner sollen sie angegeben haben, dass sie für die Bezahlung der Immobilie zwar über ausreichend Barmittel in Höhe von 500.000 Euro verfügten, es sich hierbei jedoch ausschließlich um 500-Euro-Scheine handele, die von dem angeblichen Verkäufer der Immobilie nicht akzeptiert würden. Durch geschickte Gesprächsführung sollen die Beschuldigten im weiteren Verlauf die Geschädigten überredet haben, ihnen ihre Ersparnisse in Höhe von 161.500 EUR zur Anzahlung des vermeintlichen Immobilienkaufs zu überlassen. Im Gegenzug erhielten die Geschädigten die vermeintlichen in 500-Euro-Scheinen gestückelten 500.000 Euro in einem Koffer als Pfand. Im Nachgang stellten die Geschädigten fest, dass sich in dem Koffern neben 5.000 Euro in bar nur lilafarbenes Papier befand.

Durch umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Karlsruhe ist es gelungen, die Tatverdächtigen zu identifizieren. Am 4. Dezember 2020 konnten der 40-jährige Tatverdächtige sowie dessen mutmaßlicher Sohn mit Unterstützung der Duisburger Polizei in Duisburg vorläufig festgenommen werden.

Der 40-Jährige befindet sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Das 13-jährige Kind blieb aufgrund seiner Strafunmündigkeit auf freiem Fuß.

Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurden diverse Beweismittel einschließlich hoher Bargeldbeträge sichergestellt. Im Keller eines Wohnanwesen konnte zudem eine professionell betriebene Indoor-Plantage zum Anbau von Marihuana aufgefunden sowie eine unbeteiligte Person angetroffen werden, die in einem gesonderten Verfahren bereits per Haftbefehl gesucht wurde.

Die Ermittlungen, insbesondere zum Aufenthaltsort des weiteren Tatverdächtigen, werden von der Kriminalpolizei Karlsruhe fortgeführt. Die weiteren Ermittlungen hinsichtlich der aufgefundenen Indoor-Plantage wurden von der Kriminalpolizei in Duisburg übernommen.

 



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