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Hauptverhandlung wegen Sichbereiterklärens zum schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes und zur Vergewaltigung

Datum: 17.12.2019

Kurzbeschreibung: 
Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen 06.01. – 10.01.2020 (KW 2)

Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen 06.01. – 10.01.2020 (KW 2)

Hauptverhandlung wegen Sichbereiterklärens zum schweren sexuellen Miss-brauch eines Kindes und zur Vergewaltigung

Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe 13 Ks 260 Js 37672/17

Termine:
Donnerstag
Freitag
09.01.2020
10.01.2020 09.00 Uhr
09.00 Uhr Saal 126
Saal 126


Der 45-jährige Angeklagte aus Schleswig-Holstein muss sich wegen Sichbereiterklä-rens zum schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes und zur Vergewaltigung vor dem Landgerichts Karlsruhe verantworten.


Ihm wird vorgeworfen, er habe seit dem Frühjahr 2017 im sogenannten Darknet Kon-takt zu dem 39-jährigen Lebensgefährten der Mutter eines damals acht bzw. neun Jahre alten Jungen gehabt und angefragt, ob er den Jungen sexuell missbrauchen dürfe. Zu einem tatsächlichen Treffen kam es wegen Unstimmigkeiten zwischen den Chatpartnern nicht. Während der ganzen Zeit ihres Kontakts bis Mitte September 2017 hätten sich der Angeklagte und sein Chatpartner im Darknet über schwere Tö-tungs- und Missbrauchsphantasien von Kindern ausgetauscht.


Die Mutter des damals Neunjährigen und deren Lebensgefährte wurden Mitte Sep-tember 2017 festgenommen und der Junge in staatliche Obhut genommen. Der An-geklagte habe in Unkenntnis dieser Festnahmen erneut im Darknet mit dem Account des 39-Jährigen Kontakt aufgenommen und ein Treffen in Karlsruhe vereinbart, bei dem er den Jungen habe vergewaltigen wollen. Am 3. Oktober 2017 wurde der Ange-klagte bei seiner Anreise am Hauptbahnhof Karlsruhe festgenommen.

Das Landgericht Karlsruhe hatte den Angeklagten bereits im Juni 2018 zu einer Frei-heitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Auch wurde die Unterbringung des Angeklag-ten in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Der 1. Strafsenat des Bundesgerichts-hofs hat dieses Urteil mit Beschluss vom 10.01.2019 im Rechtsfolgenausspruch auf-gehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe zurückverwiesen.

Der Angeklagte befindet sich seit dem 3. Oktober 2017 in Untersuchungshaft. Ergän-zend wird auf die Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vom 11. Januar 2018 und 9. Februar 2018 verwiesen.

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